Qua­tu­or Zaï­de (Frank­reich) Sams­tag, 26. April 2020, 16.00 Uhr

Ein­füh­rung 15.00 Uhr

Künst­ler:

Char­lot­te Maclet, Vio­li­ne
Les­lie Boulin Rau­let, Vio­li­ne
Sarah Chen­af, Vio­la
Juli­et­te Sal­mo­na, Vio­lon­cel­lo

Pro­gramm:

Fan­ny Men­dels­sohn, Es-Dur
Cla­ra Schu­mann, Varia­tio­nen über ein The­ma von Robert Schu­mann, Bear­bei­tung für Zaï­de von Eric Mouret
Felix Men­dels­sohn Bar­thol­dy, Es-Dur op. 20

” … Avec cet­te gra­vu­re « Ama­de­us », le Qua­tu­or Zaï­de s’installe con­for­ta­ble­ment au sein de la famil­le des gran­des for­ma­ti­ons con­s­a­crées. Une entrée en com­mu­ni­ca­ti­on bénie avec la per­son­nalité com­ple­xe et cap­tiv­an­te de Mozart qu’il sert magi­que­ment…”

Les Clefs­Res­Mu­si­ca musi­que clas­si­que et dan­se,
Jean-Luc Caron, 10 . April 2019

… Die irrea­len und ver­sun­ke­nen Klang­wel­ten, in die die Musi­ke­rin­nen die fan­ta­sie­rei­chen Abwand­lun­gen der The­men regel­recht hin­ein­trei­ben, wirk­ten unbe­schreib­lich. Das Gewicht liegt mehr auf dra­ma­ti­scher, vor­wärts­trei­ben­der Spät­ro­man­tik als auf eso­te­ri­schen Atmo­sphä­ren …”

Ute Schalz-Lau­ren­ze, kreiszeitung.de,  26. Janu­ar 2018  

Man müss­te schon fra­gen, in wel­chen bedeu­ten­den Kam­mer­mu­sik­sä­len die vier erfolg­rei­chen Damen des fran­zö­si­schen Qua­tu­or Zaï­de noch nicht gespielt haben, denn sie gehö­ren sicher zu den der­zeit gefrag­tes­ten Ensem­bles der Streich­quar­tett-Sze­ne. Nun also steht auch Icking auf dem Pro­gramm und reiht sich ein neben Wig­mo­re Hall,  Ber­li­ner Phil­har­mo­nie und vie­len ande­ren.

Mit dem Haydn-Wett­be­werb in Wien hat­te sich das Qua­tu­or Zaï­de 2012 end­gül­tig den inter­na­tio­na­len Rang als eines der bes­ten Quar­tet­te erspielt. Das Ensem­ble gewann neben dem 1. Preis alle drei Jury-Prei­se: die bes­ten Inter­pre­ta­tio­nen eines Wer­kes von Joseph Haydn, eines Werks der Zwei­ten Wie­ner Schu­le und des Auf­trags­wer­kes des Wett­be­werbs. Die vier Musi­ke­rin­nen waren zu die­sem Zeit­punkt schon kein unbe­schrie­be­nes Blatt mehr. Bereits ein Jahr nach sei­ner Grün­dung 2009 hat­te das Qua­tu­or Zaï­de den « Prix de la Pres­se », den Preis der Pres­se­ju­ry, beim renom­mier­ten Streich­quar­tett-Wett­be­werb in Bor­deaux geholt, außer­dem den 1. Preis beim Charles Hen­nen Inter­na­tio­nal Com­pe­ti­ti­on in Heer­len (Nie­der­lan­de) sowie den 3. Preis beim Inter­na­tio­nal String Quar­tet Com­pe­ti­ti­on in Banff (Kana­da). Im Sep­tem­ber 2011 erran­gen sie den 1. Preis beim Inter­na­tio­na­len Musik-Wett­be­werb in Peking.

Für die Sai­son 2015/16 wur­de das Qua­tu­or Zaï­de von der European Con­cert Hall Orga­ni­sa­ti­on (ECHO) für die Rising Stars–Tour aus­ge­wählt. 

Zu den Kam­mer­mu­sik­part­nern zäh­len her­vor­ra­gen­de Kam­mer­mu­sik­part­ner wie die Cel­lis­ten Juli­an Ste­ckel und Jerȏ­me Per­noo, die Pia­nis­ten Alex­and­re Tha­r­aud, Bert­rand Cha­ma­y­ou, Jonas Vit­aud, David Kadouch sowie das Qua­tu­or Voce und Koos Quar­tet.

Ihre CD Ein­spie­lun­gen mit Wer­ken von Janáček, den Streich­quar­tet­ten op. 50,1–6 von Haydn und Franck-Chaus­son erhiel­ten alle­samt Aus­zeich­nun­gen für tech­ni­sche Qua­li­tät und exzel­len­te Inter­pre­ta­ti­on.

Der Name des Zaï­de-Quar­tetts lei­tet sich von Mozarts unvoll­ende­tem Sing­spiel ab, das 1780 ent­wi­ckelt und nicht weit ver­brei­tet wur­de. Pas­send zu sei­nem 10-jäh­ri­gen Jubi­lä­um 2019 brach­te das Quar­tett in einer wie­der­ent­deck­ten Quar­tett-Bear­bei­tung Mozarts “Zau­ber­flö­te” her­aus und zeig­te ein­mal mehr, wel­che Gestal­tungs­kraft und Far­big­keit in ihnen steckt. Ein sel­te­nes und wert­vol­les Zeug­nis, das sicher­lich aus dem Reper­toire der Streich­quar­tett-Lite­ra­tur nicht mehr weg­zu­den­ken sein wird.