Leon­ko­ro Quartett  Sex­tett mit Marie Chi­lem­me (Vio­la) und Raphaël Mer­lin (Vio­lon­cel­lo)

Ein­füh­rung: Dr. Wolf-Die­ter Seif­fert, Ver­lags­lei­ter G. Hen­le Verlag
  Freitag   23.   Juni   Beginn: 19.30 Uhr

Pro­gramm:

Erwin Schul­hoff: Fünf Stü­cke für Streichquartett 
Robert Schu­mann: Streich­quar­tett op. 41 Nr. 3
Johan­nes Brahms: Streich­sextett Nr. 1 op. 18

Künst­ler:

Jona­than Schwarz, Vio­li­ne
Ame­lie Wall­ner, Vio­li­ne
Mayu Kon­oe, Vio­la
Lukas Schwarz, Cel­lo

Streich­sextett zusam­men mit
Marie Chi­lem­me, Vio­la
Raphaël Mer­lin, Vio­lon­cel­lo

Leon­ko­ro Quartett

… Das Leon­ko­ro Quar­tett (…) hat eine enor­me Büh­nen­prä­senz, glüht für die Musik, fährt vol­les Risi­ko und ver­blüfft durch das Ein­füh­lungs­ver­mö­gen in die jewei­li­ge Klang­lich­keit der Stücke…”
Lot­te Tha­ler, Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung , 25. Janu­ar 2022

Tref­fen­der als in der im Janu­ar 2022 ver­öf­fent­lich­ten Kri­tik in der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung, könn­te das 2019 in Ber­lin gegrün­de­te Streich­quar­tett kaum beschrie­ben werden.

Das Ensem­ble wird gerahmt von den Brü­dern Jona­than und Lukas Schwarz an 1. Gei­ge und am Cel­lo, die Mit­tel­stim­men bil­den Ame­lie Wall­ner an der 2. Gei­ge und Mayu Kon­oe an der Brat­sche. Leon­ko­ro, auf Espe­ran­to: Löwen­herz, spielt nicht zufäl­lig auf Astrid Lind­grens Kin­der­buch über zwei Brü­der an, einem Buch das der schwer­wie­gen­den Tat­sa­che des Ster­bens eine gro­ße und herz­li­che Por­ti­on Trost gegen­über­stellt – einem Sinn, dem sich nicht an weni­gen Stel­len auch die Quar­tett-Musik widmet.

Das Jahr 2022 ist für das Leon­ko­ro Quar­tett ein Jahr der Auszeichnungen:

Im März 2022 wur­de das Ensem­ble mit dem begehr­ten und hoch-dotier­ten Musik­preis der Jür­gen Pon­to-Stif­tung geehrt, der alle zwei Jah­re an ein her­aus­ra­gen­des Streich­quar­tett ver­lie­hen wird.

Im April 2022 erspiel­ten sich die vier Musiker:innen den 1. Preis beim Inter­na­tio­na­len Streich­quar­tett Wett­be­werb der Wig­mo­re Hall Lon­don und wur­den zudem mit gleich 9 von 12 Son­der­prei­sen aus­ge­zeich­net. Dar­un­ter der Preis für die bes­te Auf­füh­rung eines Wer­kes aus dem 19. Jahr­hun­dert, den Brit­ten Pears Young Artists Pro­gram­me Pri­ze, den Leeds Inter­na­tio­nal Con­cert Series Pri­ze sowie den Preis der Ester­há­zy Stiftung.

Im Mai 2022 erhielt das Ensem­ble den 1. Preis beim Qua­tu­or à Bor­deaux Wett­be­werb. Sie haben nicht nur die hoch­ka­rä­tig besetz­te Jury von sich über­zeu­gen kön­nen, son­dern auch das Publi­kum, das ihnen den Publi­kums­preis sowie den Preis des jun­gen Publi­kums ver­lie­hen hat.
Ende des Monats erfolg­te die Ernen­nung in das pres­ti­ge­träch­ti­ge BBC Radio 3 New Gene­ra­ti­on Artists Pro­gramm, des­sen Teil das Quar­tett von 2022 – 2024 sein wird.

Im Novem­ber 2022 folg­te dann die Aus­zeich­nung mit dem MERITO String Quar­tet Award. Anders als bei einem klas­si­schen Wett­be­werb wis­sen die fünf aus­ge­wähl­ten Ensem­bles nicht, dass sie über ein Jahr von einer Jury aus nam­haf­ten Streich­quar­tett- Musiker:innen bewer­tet wer­den und ihr künst­le­ri­sches Niveau in Kon­zer­ten unter Beweis stel­len. Der MERITO String Instru­ment Trust wird das Ensem­ble für vier Jah­re unter­stüt­zen, u.a. mit einem Kompositionsauftrag.

Einen ful­mi­nan­ten Start leg­te das Leon­ko­ro Quar­tett schon im Som­mer 2021 auf der inter­na­tio­na­len Büh­ne hin, als es als jüngs­te For­ma­ti­on beim renom­mier­ten inter­na­tio­na­len Streich­quar­tett­wett­be­werb Pre­mio Pao­lo Bor­cia­ni mit dem 2. Preis (bei Nicht­ver­ga­be des 1. Prei­ses) und dem begehr­ten Publi­kums­preis aus­ge­zeich­net wur­de. Im sel­ben Jahr erspiel­te sich das Ensem­ble den 1. Preis beim Kam­mer­mu­sik­wett­be­werb der Ali­ce-Sam­ter-Stif­tung und wur­de mit dem 2. Preis beim Wett­be­werb Ton und Erklärung des Kul­tur­krei­ses der Deut­schen Wirt­schaft ausgezeichnet.

Neben einem Kam­mer­mu­sik­stu­di­um bei Hei­me Müller an der Musik­hoch­schu­le Lübeck stu­diert das Quar­tett seit 2020 mit großzügiger Unterstützung der San­tan­der Con­su­mer Bank AG bei Günter Pich­ler (Pri­ma­ri­us Alban Berg Quar­tett) am Kam­mer­mu­sik­in­sti­tut der Escue­la Supe­ri­or de Música Rei­na Sofía Madrid. Außer­dem wird das Leon­ko­ro Quar­tett inten­siv von Mit­glie­dern des Arte­mis Quar­tett an der Universität der Künste Ber­lin gefördert. Wei­te­re künstlerische Impul­se erhiel­ten die vier Musiker:innen von Alfred Bren­del, Rein­hard Göbel, Rai­ner Schmidt (Hagen Quar­tett), Oli­ver Wil­le (Kuss Quar­tett) und Luc-Marie Aguera (Qua­tu­or Ysaÿe).

In der Sai­son 2022/2023 gas­tiert das Leon­ko­ro Quar­tett unter ande­rem im Kon­zert­haus Ber­lin, im CAPE Ettel­bruck, in der Alten Oper Frank­furt, beim VIBRE Fes­ti­val in Bor­deaux, dem Streich­quar­tett­fest in Hei­del­berg und den Dresd­ner Musik­fest­spie­len. Zudem star­tet das Ensem­ble sei­ne drei-jäh­ri­ge Resi­denz in Leeds und ist mit zwei Kon­zer­ten im Schloss Ester­há­zy zu Gast.

Das Leon­ko­ro Quar­tett ist Pirastro-Artist.

Die welt­be­rühm­ten Musi­ker Marie Chi­lem­me (Vio­la) und Raphaël Mer­lin (Vio­lon­cel­lo) sind beim Brahms-Sex­tett Part­ner des Leonkoro-Quartetts.

Marie Chi­lem­me

Die mit den bedeu­tends­ten Prei­sen aus­ge­zeich­ne­te Brat­schis­tin Marie Chi­lem­me gehört zu den gefrag­tes­ten Musi­ke­rin­nen ihres Fachs. Chi­lem­me steht mit Kam­mer­mu­sik­part­nern inter­na­tio­na­len Rangs auf der Büh­ne. Sie spielt die Gib­son-Stra­di­va­ri von 1734, wel­che ihr als Leih­ga­be der «Stra­di­va­ri-Stif­tung Habis­reu­tin­ger» zur Ver­fü­gung gestellt wird.

Raphaël Mer­lin

Raphaël Mer­lin gehört zu den inter­na­tio­nal ange­se­hens­ten Cel­lis­ten. Er gilt als Musik-All­roun­der und ist als Solist, als Kam­mer­mu­si­ker, Orches­ter­mu­si­ker, Jazz­pia­nist, Kom­po­nist und Diri­gent sei­nes Kam­mer­mu­si­ker­kol­lek­tivs „Les Forces Majeu­res” und Leh­rer unter­wegs. In Zusam­men­hang mit sei­ner Betei­li­gung an ver­schie­de­nen Ensem­ble-For­ma­tio­nen steht er mit ande­ren berühm­ten Musiker*innen auf den gro­ßen Podi­en der Welt. Er arran­giert Kom­po­si­tio­nen klas­si­scher Wer­ke des Jazz, Tan­go oder des Volks­lied­be­reichs und tritt für expe­ri­men­tel­le Pro­jek­te ein.

Hören Sie sich ein!

Ver­pas­sen Sie nicht die ein­ma­li­ge Chan­ce, Gabri­el Le Mag­adu­re und das Leon­ko­ro Quar­tett in einer öffent­li­chen Meis­ter­klas­se zu erleben!